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Die Geschichtliche Entwicklung der Feuerwehr Schönborn Teil 3

Am 30. November 1963 kam es durch Kinderhand zum Brand der Scheune des Bauern Heinz Lehmann. Es entstand Totalschaden. Auch hier konnten die angrenzenden Gebäude gerettet werden.Zu erwähnen wäre noch der Katastrophenbrand im Glaswerk-Lager Schönborn in der Nacht vom 01. zum 02. Juli 1978. Der verheerende Schaden hatte personelle Veränderungen in der Wehr zur Folge, wobei die Schuld- oder Unschuldsfrage nicht mehr zu klären war.

 

Neben Waldbränden innerhalb und außerhalb unserer Gemarkung waren dies die größten Brandschäden.In den 70er und 80er Jahren wurden die Kameraden jährlich 7 bis 10 mal gerufen, um Entstehungsbrände und kleinere Brände zu bekämpfen. Hinzu kamen die überörtlichen Einsätze. So wurde unsere Wehr bei den Großbränden in Grünhaus, Knappenrode, Schönwalde, Bluno, Großräschen und Weißwasser gerufen.

 

Erwähnenswert sind auch noch die schweren Schäden nach dem Wirbelsturm am 24. Mai 1979. Es war ein schöner Frühlingstag und weil dieser Himmelfahrtstag in der ehemaligen DDR kein gesetzlicher Feiertag war, benutzten viele Männer einen Urlaubstag für ihren Männertagsausflug.

 

In den Nachmittagsstunden, vermutlich gegen 17.00 Uhr, bildete sich südwestlich von Bad Liebenwerda  eine regionale, graubraune Wettererscheinung, welche nördlich von Bad Liebenwerda zu rotieren begann und sich im weiteren Verlauf als sogenannte Trombe in nordnordöstlicher Richtung fortbewegte.  So sahen etwas später die Bewohner von Schönborn Eichwald den Wirbelsturm als "Drehling, aussehend wie ein Füllhorn mit etwa 80 bis 100 Metern Breite" über die Kippe auf sich zukommen

 

Das Zentrum des Wirbelsturms traf den Bereich des heutigen Wohnhauses Nr. 10. Das Dach dieses Hauses wurde völlig abgedeckt, die nebenstehende Scheune total zerstört. Eine zum Grundstück  gehörende Tür fand man später in vier Kilometer Entfernung nördlich im Wald. Der Luftdruck und die wie Geschosse herumfliegenden Dachziegel zerstörten alle Fenster der Häuser in der Nähe des Zentrums.

 

Eine im Eichwald 10 heruntergefallene und stehen gebliebene Wanduhr belegte die Zeit: 17.26 Uhr. Der Durchzug der Trombe dauerte nur etwa zehn bis fünfzehn Sekunden, jedoch waren die Schäden sehr hoch. Insgesamt waren entwurzelte Bäume, heruntergerissene Hausgiebel, gebrochene Zäune, abgedeckte Dächer und zerstörte Fenster und Türen von 14 Häusern zu verzeichnen.

 

Im Zugverkehr der Bahnlinie Cottbus-Leipzig, die ja direkt hinter den Grundstücken verläuft, kam es zu Verspätungen, weil Bäume auf den Gleisen lagen. Die Straße im Schadensgebiet musste eine Woche gesperrt werden. Die Feuerwehr Schönborn war daraufhin mindestens zwei Tage im Einsatz, um Dächer zu sichern, oder absturzgefährdete Schornsteine zu entfernen. Wie auf den Bildern zu erkennen ist, sah es teilweise aus wie nach einem Bombenangriff.

 

Hier geht es weiter zu der Geschichtlichen Entwicklung der Feuerwehr Schönborn Teil 4